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Biskup Augustin

 

        AUGUSTYN  Karl, bp sufragan wroc³awski (1847-1919), ur. w Olbrachcicach k. Prudnika na OpolszczyŸnie. Po ukoñczeniu miejscowej szko³y podstawowej, kontynuowa³ naukê w gimnazjum w G³ucho³azach i Nysie, uzyskuj¹c w 1870 œwiadectwo dojrza³oœci. Nastêpnie jako ochotnik odby³ roczn¹ s³u¿bê wojskow¹, któr¹ ukoñczy³ w 1871 w stopniu podoficera. Po powrocie z wojska podj¹³ studia teologiczne na Uniwersytecie Wroc³awskim i po ich ukoñczeniu otrzyma³ w 1874 œwiêcenia kap³añskie. W l. 1876 -1881 pe³ni³ obowi¹zki sekretarza kapitu³y katedralnej i kapelana sióstr el¿bietanek. W 1882 zosta³ sekretarzem tajnej kancelarii biskupiej, w 1886 asesorem wikariatu generalnego i beneficjatem kaplicy œw. El¿biety, a w 1897 kuratorem zgromadzenia sióstr œw. El¿biety. W 1904 zosta³ honorowym kanonikiem kapitu³y katedralnej, zaœ w 1910 biskupem tytularnym Diocezarei i drugim obok bpa Marxa sufraganem wroc³awskim. Uniwersytet Wroc³awski nada³ mu w 1911 doktorat h. c. z teologii. W tym¿e roku zosta³ równie¿ rezyduj¹cym kanonikiem kapitu³y katedralnej. Zmar³ 16.09.1919 we Wroc³awiu.

                                                                                                     Ks. Józef Pater

 

Der Breslauer Weihbischof Dr. theol. h.c. Karl Augustin

 

Zu seinem 70. Todestag am 16. September 1989.

            Nicht immer hat es im Bistum Breslau Weihbischöfe gegeben. Wir treffen sie hier erst im 13. und zum Beginn des 14 Jahr­hunderts an; freilich sind sie in dieser Zeit nur gelegentlich und vorübergehend im Bistum tätig. Der erste wirkliche Breslauer Weihbischof ist Paul Banz (1307-1323). Ein Weihbischof ist ein Hilfsbischof, der den Oberhirten einer großen Diözese entlasten soll, vor allem in der Spendung des Firmsa­kramentes, der Weihe von Kirchen und Altären und daneben auch bei repräsentati­ven Aufgaben und Anlässen. Der Breslauer Fürstbischof - in den Jahren 1888-1914 war dies Georg Kardinal Kopp -hatte die räumlich größte Diözese zu ver­walten. Zu dem an sich schon ausgedehn­ten Fürstbistum gehörte seit 1821 auch der sogenannte „Delegaturbezirk“, die Provin­zen Brandenburg und Pommern, d.h. das spätere Bistum Berlin. In diesem riesigen Gebiet wohnten 3300000 katholische Christen. Eine so große Diözese konnte nicht vom Fürstbischof allein betreut wer­den; Weihbischof war seit 1900 Heinrich Marx (+ 1911). 1905 erkrankte der Weihbi­schof und war von da an nicht mehr voll ein­satzfähig. Einige Jahre darauf wurde auch der Kardinal krank; er erholte sich zwar wie­der, brauchte aber für sein ausgedehntes Bistum eine weitere bischöfliche Hilfe. Deshalb erbat er sich vom Papst einen zweiten Weihbischof. Pius X. berief am 10. März 1910 den Breslauer Ehrendomherr Karl Augustin in dieses Amt; am 25. April 1910 empfing Augustin durch Kardinal Kopp im Breslauer Dom die Bischofs­weihe

            Der neue Weihbischof Karl Augustin wurde am 1. November 1847 in Olbersdorf/OS als Sohn eines Landwirts geboren. Karl be­suchte die Volksschule in seinem Heimat­ort, danach die Gymnasien in Leobschütz und Neisse. 1870 legte er die Reifeprüfung ab, nahm am Feldzug gegen Frankreich teil und begann 1871 das Studium der Theolo­gie an der Universität Breslau; am 17.April 1874 wurde er von Fürstbischof Heinrich Förster zum Priester geweiht. Nach der Weihe wurde Karl Augustin nicht — wie es sonst allgemein üblich war und ist - Kaplan in einer Pfarrei, sondern der Bischof berief ihn als sogenannten Senior an das Priesterseminar. Der Senior wirkte bei der prakti­schen Ausbildung der Priesteramtskandi­daten mit. Als das Seminar im Zuge des Kulturkampfes 1876 geschlossen wurde, ernannte der Bischof den jungen Priester zum Domstifts-Sekretär und gleichzeitig zum Hausgeistlichen der Grauen Schwe­stern im Breslauer Josephsstift. 1882 wurde Augustin Sekretär der fürstbischöfli­chen Geheimkanzlei, der Behörde, die sich mit den Verwaltungsangelegenheiten be­faßt, die sich der Bischof zur eigenen Ent­scheidung vorbehalten hat. 1886 wurde Augustin Assessor im Generalvikariat und 1888 dort Rat. 1904 erhielt er Titel und Würde eines Ehrendomherrn. Mit Karl Augustin wurde 1910 also ein in der kirchlichen Verwaltung erfahrener und hervorragender Priester zum Weihbischof er­hoben. Schon im folgenden Jahr nahm ihn Kardinal Kopp in das Domkapitel auf, in je­nes geistliche Gremium also, das dem Bi­schof bei den liturgischen Funktionen in der Kathedrale, aber auch in der vielseiti­gen Verwaltungsarbeit im Bistum zur Seite steht.

            Weihbischof Augustin, ein Mann, dem ein großer Arbeitseifer und eine schlichte Bescheidenheit nachgerühmt wurden, hat neben seiner bischöflichen Tätigkeit auch unermüdlich   das  Amt   des   Kurators   der Grauen Schwestern ausgeübt und sich um diese Kongregation ganz besondere Verdienste erworben. Die letzten Jahre seiner weihbischöflichen Tätigkeit waren durch den   ersten   Weltkrieg   und   das   erste schwere Nachkriegsjahr bestimmt. Fürstbischof Georg Kardinal Kopp war am 4. März 1914 gestorben. Bei der Wahl sei­nes Nachfolgers soll eine Stimme auch auf Weihbischof Augustin gefallen sein. Auch dem  Nachfolger Kopps, Adolf Bertram, stand Karl Augustin als Weihbischof zur Seite.

            Für seine Verdienste hat Karl Augustin man­che Anerkennung erfahren, aber auch welt­liche Ehrungen erhalten, so neben anderen Auszeichnungen den Roten Adlerorden, 3. Klasse mit Schleife. Die Theologische Fa­kultät der Universität Breslau verlieh ihm 1911 die Würde eines Ehrendoktors. Am 16. September 1919 ist Weihbischof Karl Augustin in der schlesischen Bischofs­stadt Breslau gestorben. Seine Persönlich­keit und sein Wirken sind es wert, daß wir auch nach 70 Jahren seiner gedenken.

                                                                                                                                                                                                      W. Marschall

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